Historisches

Die Geschichte der Ortschaft Klein Steimke

Schon vor der letzten Eiszeit war unsere Gegend hier im Hasenwinkel besiedelt. Doch wurden die Menschen durch die Kältezeiten nach Osten und Süden abgedrängt. Beweise für eine Besiedelung vor über 4500 Jahren, also um 2500 v.Chr. sind die vielen Hünengräber in unserer Gegend. Auch die Kelten haben hier gesiedelt. Gründe für eine Besiedelung waren auch die Salzvorkommen zwischen Elm und Aller z.B. im Dorm oder bei Schöningen.

Um 2500 v.Chr. änderte sich einiges. In der Totenbestattung wurden die Toten jetzt verbrannt. Die Asche und Beigaben kamen in eine Urne, und wurden in eine Art Steinkiste beigesetzt. Wiederum 1500 Jahre später ließ man die Steinkisten weg. Es erfolgten Bestattungen frei in die Erde. In der gleichen Zeit kam auch das erste Eisen in unsere Gegend, im Hasenwinkel. Fundstellen befinden sich bei Groß Steinum, Lauingen und Beienrode (auch Salzvorkommen), auch wurden Gegenstände römischen Einflusses gefunden. Um 300 n.Chr. drangen die Sachsen in unser Land. Im 8. Jahrhundert eroberten die Franken das Gebiet der Sachsen. In dieser Zeit muss das Land um Aller und Elm recht wenig besiedelt gewesen sein. Denn es gibt so gut wie keine Funde aus dieser Zeit. Doch etwas änderte sich, die Toten wurden nicht mehr verbrannt, sondern es gab eine ganz normale Erdbestattung.

Aus Sachsen, Franken und Thüringern, die auch unser Land vor den Sachsen vereinnahmten, verschmolzen die Bewohner des Hasenwinkels.

Der erste Missionar der hier auftauchte war Ludger, welcher in Helmstedt das nicht mehr existierende Kloster und die Kirche St. Ludgeri erbaute. Um 900 n.Chr. gehörte der Hasenwinkel zum Bistum Halberstadt.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen finden wir aus dem Jahren 1366 Wendisch Steimke, 1489 Lutken Stemke und 1545 Lutkem Steymbke. Zwischen 1366 und 1489 war unser Dorf wüst oder gelegt worden. Auf jedenfall gehörte es um 1366 zum Zisterzienserkloster zu Mariental. 1489 war es ein Dorf mit sieben Höfen. Um 1730 werden schon 10 Höfe, 3 Ackerleute, 3 Kötner und 4 Brinksitzer angegeben. Unter den 4 Brinksitzern befand sich auch die Klein Steimker Wassermühle.Der Name eines Brinksitzers war Steinmann. Ein Simon Steinmann war schon 1675 als Brinksitzer aktenkundig.

Die Erschließung der Ziegelei 1887 vergrößerte das Dorf östlich der L290 am Hochflächenhang noch einmal. Im unteren Teil des Dorfes, dem bäuerlichen Teil, finden wir Gebäude aus Backsteinfachwerk, Fachwerk und massiven Tuffstein. Die Gebäude sind in Haken-oder Dreiseithöfen angeordnet.  Klein Steimke ist aber ein kleines beschauliches Bauerndorf geblieben und sucht seines gleichen in der näheren und weitern Umgebung.

Die Wassermühle

Erste aktenkundige Erwähnung 1675, damaliger Brinksitzer Simon Steinmann. 1807 verstarb der letzte Steinmann. Im gleichen Jahr heiratete Hinrich Rosenhagen in die Mühlenstelle. Sein Name ist bis heute erhalten geblieben. Die Wassermühle an sich steht heute nicht mehr.

Damals: Mühle in Klein Steimke

Damals: Mühle in Klein Steimke

Heute: Hof Rosenhagen

Heute: Hof Rosenhagen